Wie weit ist das Gewitter entfernt?
Zähle die Sekunden zwischen Blitz und Donner und teile durch drei. Das Ergebnis ist die Entfernung in Kilometern. Neun Sekunden bedeuten also rund drei Kilometer, dreißig Sekunden rund zehn Kilometer.
Bei drei Kilometern ist man bereits im Gefahrenbereich. Wer weniger als dreißig Sekunden zählt, sucht sofort Schutz.
| Sekunden | Entfernung | Was tun? |
|---|---|---|
| 3 | rund 1 km | Sofort Schutz suchen |
| 6 | rund 2 km | Sofort Schutz suchen |
| 9 | rund 3 km | Sofort Schutz suchen |
| 15 | rund 5 km | Schutz suchen |
| 30 | rund 10 km | Spätestens jetzt Schutz suchen |
| 45 | rund 15 km | Donner kaum noch hörbar, Lage beobachten |
Schallgeschwindigkeit 343 m/s bei 20 °C. Blitze schlagen gelegentlich zehn Kilometer und mehr vor dem Regen ein.
Warum geteilt durch drei?
Das Licht des Blitzes kommt praktisch ohne Verzögerung an. Der Donner reist mit Schallgeschwindigkeit, rund 343 Meter in der Sekunde bei 20 Grad. Für einen Kilometer braucht er also knapp drei Sekunden.
Bei Kälte ist der Schall etwas langsamer, bei 0 Grad rund 331 Meter in der Sekunde. Für die Faustregel spielt das keine Rolle: der Fehler liegt unter fünf Prozent.
Wie zählt man die Sekunden richtig?
Beim Aufleuchten des Blitzes anfangen, beim ersten Grollen aufhören. Am genauesten ist die Stoppuhr im Telefon; ohne sie hilft das Zählen mit „einundzwanzig, zweiundzwanzig“, jede Zahl ist etwa eine Sekunde.
Zählt man bei mehreren Blitzen nacheinander, zeigt sich auch die Richtung: werden die Abstände kürzer, kommt das Gewitter näher.
Wo versagt die Sekundenregel?
Donner ist über etwa 15 Kilometer nicht mehr zu hören. Ein Gewitter, das man blitzen sieht, aber nicht hört, ist mindestens so weit weg. Die Regel sagt dann nichts mehr.
Umgekehrt schlägt ein Blitz gelegentlich zehn Kilometer und mehr vor dem Regengebiet ein, bei blauem Himmel über dem eigenen Kopf. Deshalb gilt: bei unter 30 Sekunden ins Haus, und erst 30 Minuten nach dem letzten Donner wieder hinaus.
Diese Seite ist eine Einschätzung der Wetterlage und kein Warndienst. Amtliche Unwetterwarnungen gibt ausschließlich der Deutsche Wetterdienst heraus.