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dBZ im Wetterradar: ein Radarbild lesen

Was dBZ bedeutet, welche Farbe wie viel Regen ist, ab wann Hagel im Spiel ist und warum ein starkes Echo nicht dasselbe ist wie starker Regen.

Was bedeutet dBZ im Wetterradar?

Ein Wetterradar sendet einen Impuls aus und misst, wie viel davon zurückkommt. Der Messwert heißt Reflektivität und wird in dBZ angegeben. Das ist eine logarithmische Skala: 10 dBZ mehr bedeuten etwa die zehnfache zurückgestreute Leistung.

Gemessen wird nicht der Regen am Boden, sondern das, was in der Höhe des Strahls schwebt. Zwischen beiden liegen mehrere Kilometer Luft, in denen Tropfen verdunsten, verwehen oder sich zusammenschließen können.

Wie viel Regen welcher dBZ-Wert bedeutet
dBZRegenEinordnung
200,6 mm/hleichter Regen, Niesel
303 mm/hmäßiger Regen
4012 mm/hkräftiger Regen
4524 mm/hsehr kräftig, Schauer und Gewitter
5049 mm/hStarkregen, oft schon mit Hagel
55+–Hagel wahrscheinlich, Regenmenge nicht mehr ablesbar

Umrechnung nach der Marshall-Palmer-Beziehung Z = 200·R¹·⁶, ein Näherungswert. Hagel streut stärker als Regen, darüber gilt sie nicht.

Wie viel Regen sind 30, 40 oder 50 dBZ?

Unter 20 dBZ ist Nieselregen oder gar Wolke. Um 30 dBZ fällt mäßiger Regen, um 40 dBZ kräftiger, rund 12 Millimeter in der Stunde. Ab etwa 50 dBZ wird es interessant: so hohe Werte erzeugt Wasser allein kaum noch, dort ist meist Hagel im Spiel. Über 60 dBZ ist großer Hagel wahrscheinlich.

Diese Grenzen sind Faustregeln für Mitteleuropa, keine Schwellenwerte. Ein Wert knapp darunter schließt nichts aus, einer darüber garantiert nichts.

Wo zeigt das Radar etwas Falsches?

Der Strahl steigt mit der Entfernung. Auf 150 Kilometern schaut er über flache Regenwolken hinweg. Das Radar zeigt dann nichts, obwohl es regnet.

Umgekehrt melden Windräder, Hochhäuser und Vogelschwärme Echos, die nach Niederschlag aussehen. Und schmelzende Schneeflocken erzeugen in einer bestimmten Höhe ein übertrieben starkes Band, die sogenannte Helle Bandzone.

Wichtig

Diese Seite ist eine Einschätzung der Wetterlage und kein Warndienst. Amtliche Unwetterwarnungen gibt ausschließlich der Deutsche Wetterdienst heraus.

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